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Magazin Blitz, Ausgabe Mai 2006 - Originalartikel hier herunterladen: download

STADTARCHIV DRESDEN

Verinnerlichtes

Bis 28. Mai stellt Thomas Linde im Stadtarchiv Dresden Skulpturen und Grafiken aus. Der 1976 in Erfurt geborene Künstler setzt sich intensiv mit dem Thema Tanz und Ballett auseinander, zeigt unter anderem Studien über Körperhaltung und Bewegungsabläufe. Nach einer Ausbildung zum Steinbildhauer, von 1993 bis 1996, setzt Thomas Linde seine Studien seit 2004 an der Hochschule für bildende Künste in Dresden fort.

WORT & REPROS: T.K.


Amtsblatt Dresden, Montag, 5. Mai 2006/Nr.18 - Originalartikel hier herunterladen: download

"Verinnerlicht" im Stadtarchiv

Vom 9. bis 28. Mai ist im Stadtarchiv Dresden die Ausstellung "verinnerlicht" mit Plastiken von Thomas Linde zu sehen. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der Künstler darin, Seelenzustände künstlerisch auszudrücken.


Eröffnungsrede, gehalten von Hans-Holger Malcomeß (www.malcomess.com), zur Austellung "Verinnerlicht " im Stadtarchiv Dresden - Text hier herunterladen: download


semper! Ausgabe November/Dezember 2005, Dresden - Originalartikel hier herunterladen: download

Gottfrieds Operncafé

VERHEXT

Thomas Linde, Bildhauer aus Dresden, ist glücklich. Muse und Modell Konstanze, die in der Komparserie der «Macbeth»-Aufführung eine nackte Hexe verkörpert, macht nicht nur im Atelier, sondern auch auf der Bühne eine gute Figur.Theaterblutüberströmt und lediglich mit einem knappen String «bekleidet», war sie neben zwei Co-Hexen ein Blickfang im Bewegungschor der Verdi-Erfolgspremiere. Lasziv schmiegte sie sich an Bariton Lucio Gallo empor - und die Machtgelüste des Feldherrn mutierten dramaturgisch wirkungsvoll zu lustvoller Ekstase. Linde griff das Bühnengeschehen auf und ließ sich zu einer Lithographie inspirieren, von der nun ein Probeabzug unter interessierten semper!-Lesern verlost wird (annegudrun.heilmann@semperoper.de, Einsendeschluss 15.12.2005). Wer nicht gewinnt, kann beim Bildhauer selbst vorsprechen und sich um eine Hexen-Litho bemühen (Thomas Linde, 0351-4824610)


Schwäbische Zeitung, Dienstag, 11. November 1997/Nr.2 - Originalartikel hier herunterladen: download

Mit Mädchen aus Marmor zum Sieg

Guten Grund stolz zu sein, haben der frisch gebackene Steinbildhauergeselle Thomas Linde und sein Lehrmeister und Ausbilder Karl-Alfred Salzmann: Thomas Linde wurde Landessieger der Steinbildhauer.

TUTTLINGEN-MÖHRIGEN - Thomas Linde hat sich, nachdem er schon als diesjähriger Kammersieger geehrt wurde, beim praktischen Leistungswettbewerb auf Landesebene durch besonderes Engagement und berufliches Können bis zur Spitze aller Teilnehmer emporgearbeitet.

Bewertet wurden dabei zum einen das Gesellenstück aus Persischem Marmor, als auch eine eintägige Arbeitsprobe, bei der ein Wappen und eine Inschrift in Sandstein verlangt waren.

Das Gesellenstück, eine kauernde Mädchengestalt, wurde schon lange vor der Prüfung geplant und entworfen. Über eine kleine, in Ton modellierte Ideenskizze wurde ein Tonmodell im Maßstab 1:1 angefertigt. Dieses zunächst weitestgehend naturalistische Modell wurde dann solange abstrahiert, bis nur noch die für den Ausdruck wichtigsten Linien und Formen zu sehen waren. Von diesem Tonmodell wurde dann eine fünfteilige Gips-Negativform angefertigt, um dann endlich das 1:1-Gipsmodell entstehen zu lassen.

Die eigentliche Prüfungsaufgabe war nun, dieses Gipsmodell, in festgelegten 112 Arbeitsstunden auf den Millimeter genau mit Hammer und Meißel in den Marmorblock zu übertragen. Die „Hautpartien" wurden mattfein geschliffen und stehen in harmonischem Kontakt zu der helleren Oberfläche im Bereich der langen fließenden, formbetonenden Linien der Haare, die „fein vom Hieb" (ein Fachausdruck) gearbeitet wurden.

Lehrmeister Salzmann dazu: „Es macht schon Spaß, einen Auszubildenden zu unterweisen, der, wie ein Schwamm, alles, was es zu lernen gibt, aufsaugt und immer das beste daraus macht"

Das gelungene Stück des Thomas Linde ist derzeit auf der Reise nach Hamburg, wo es an einer weiteren Konkurrenz auf Bundesebene teilnimmt (siehe auch „Nachgefragt").


Schwäbische Zeitung, Dienstag, 11. November 1997/Nr.2 - Originalartikel hier herunterladen: download

Nachgefragt

Mit seinem Gesellenstück "Kauerndes Mädchen" hat Thomas Linde den Landessieg der Steinbildhauer errungen. Wie kam der 21jährige, der im Augenblick als "Zivi" in der Johann-Peter-Hebel-Schule arbeitet, zur Bildhauerei?

"Die Ruhe in sich selbst finden"

Herr Linde, wie haben Sie zur Bildhauerei gefunden?

Ich habe schon als Kind viel geschnitzt und wollte später eigentlich Holzbildhauer werden. Dann habe ich mich aber nach einem Praktikum bei der Trossinger Firma Messner für die Steinbildhauerei entschieden.

Was fasziniert Sie denn so an der Bildhauerei?

Die Gestaltung am Material. Etwas zu gestalten für die Ewigkeit. Meine Vorstellungen und Ideen im Kopf in Material umzusetzen.

Ihr Gesellenstück "Kauerndes Mädchen" - was drückt das für Sie aus?

Ein In-Sich-Kehren, ein Sich-Zurückziehen in eine Besinnungsphase: Eine Freundin von mir hat dabei Modell gestanden. Ich arbeite am liebsten figürlich, weil es einfach vom Menschen kommt. Ich mache auch abstrakte Sachen - aber immer organisch.

Was wäre Ihr Traum?

Bei einem guten Bildhauer, der figürlich arbeitet und restauriert, eine Anstellung zu finden. Ich liebe es plastisch zu arbeiten. Allerdings wird es wohl sehr schwer für mich, etwas zu kriegen.

Wie ist es Marmor zu behauen?

Marmor ist einfach schön zu bearbeiten. Es ist sehr fein, hat eine hohe Dichte und ergibt schöne Kanten. Marmor ist sehr ausdrucksvoll. Ich muß übrigens auch meinem Meister danken, der mir sehr geholfen hat.

Es fragte Wolfgang Holz.


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